5G-Funkmast

Aktueller Sachstand zum geplanten 5G-Funkmast

Unsere Festwiese ist mehr als eine freie Grünfläche. Sie ist seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt unserer Siedlung und bietet Raum für gemeinsame Veranstaltungen.

Bereits 2024 informierte die Stadt darüber, dass die Errichtung eines 5GFunkmastes auf der Wiese am Ahornweg geprüft wird. Auf Fragen des Vorstandes zur weiteren Nutzung der Wiese und zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen antwortete die Stadt im November 2024. Sie verwies darauf, dass die Bundesnetzagentur die Einhaltung der Grenzwerte und erforderlichen Schutzabstände prüft. Zudem könne sich durch einen besseren Mobilfunkempfang die Sendeleistung des eigenen Handys verringern. In Abstimmung mit dem Siedlerverein wurde damals ein möglicher Standort hinter der Gaststätte, möglichst weit in Richtung des nördlichen Grabens, favorisiert. Danach gab es zunächst keine weiteren Informationen.

Umso überraschender waren die vor wenigen Tagen durchgeführten Untersuchungen – nun an einer anderen Stelle der Festwiese. Im Zuge der Arbeiten durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wurden auch die von unserem Verein für unsere Lichtmasten eingebrachte Bodenhülse entfernt. Wie die Mitarbeiter der Stadt erläuterten, war der Einsatz nicht durch die Stadt, sondern durch die Telekom veranlasst worden. Die Stadt sei darüber im Vorfeld nicht informiert worden.

Nach Anfragen des Vorstandes an Stadträte und Presse kam kurzfristig Bewegung in die Angelegenheit. Durch die Unterstützung der Stadträte Frank Schuster (CDU) und Oliver Müller (Die Linke) nahmen auch zwei Mitarbeiter der Stadt an einer kurzfristig organisierten Zusammenkunft auf der Festwiese teil. Dabei handelte es sich nicht um eine offiziell einberufene Einwohnerversammlung, sondern um einen spontan entstandenen Vor-Ort- Termin. Wir bitten daher um Verständnis, wenn nicht alle Siedler rechtzeitig davon erfahren haben. Umso mehr hat uns die große Beteiligung gefreut.

Der geplante Mast soll etwa 20 Meter hoch werden, hinzu kommt eine rund fünf Meter hohe Funkspitze. Für den Mast selbst ist eine Fläche von etwa 5 × 5 Metern, inklusive Sicherheitsbereich eine Fläche von rund 7 × 9 Metern vorgesehen. Eine Einzäunung sei nach Auskunft der Mitarbeiter nicht zwingend vorgeschrieben.

Auch die Änderung des Standortes wurde erläutert: Hinter der Gaststätte wäre eine befestigte und dauerhaft freizuhaltende Zuwegung erforderlich. Außerdem könnten mögliche spätere bauliche Erweiterungen der Gaststätte eingeschränkt werden. Der nun untersuchte Standort wurde nach Angaben der Stadt bewusst im Bereich der Baumgruppe gewählt, damit sich der Mast möglichst unauffällig in das Umfeld einfügt.

Aus Sicht des Siedlervereins wurde dabei jedoch die Bedeutung der Fest-wiese als Veranstaltungs- und Begegnungsfläche nicht ausreichend berücksichtigt. Der neue Standort befindet sich sehr nah an dem Bereich, den wir unter anderem für Oster- und Halloweenfeuer nutzen. Deshalb muss aus unserer Sicht vor einer Entscheidung geklärt werden, welche Auswirkungen der Mast und die notwendigen Sicherheitsbereiche künftig auf diese Veranstaltungen und deren Genehmigungsfähigkeit haben könnten. Kritisiert wurde zudem, dass Verein und Anwohner bei der neuen Standortwahl nicht einbezogen wurden.

Der Tenor der anwesenden Siedler war deutlich: Die Festwiese soll als Veranstaltungs- und Begegnungsfläche erhalten bleiben und der Funkmast ist am derzeit vorgesehenen Standort nicht gewünscht. Einige Anwohner äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der Strahlenbelastung und sprachen sich deshalb grundsätzlich gegen einen Funkmast innerhalb der Siedlung aus. Andere regten an, alternative Standorte außerhalb der Siedlung zu prüfen, damit der Hopfengarten trotzdem besser mit 5G versorgt werden kann. Die Mitarbeiter der Stadt haben diese Positionen mitgenommen. Die Verwaltung will nun zunächst eine Information für den Stadtrat erarbeiten, in der auch das Votum der Anwohner dargestellt werden soll. Im weiteren Verfahren muss über die Bereitstellung der städtischen Fläche entschieden werden. Zusätzlich ist für den Betrieb des Funkstandortes eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur erforderlich.

Der Vorstand wird das weitere Vorgehen in seiner Sitzung am 2. Oktober 2026 beraten und sich weiterhin für ihren Erhalt der Wiese als Ort unserer Feste und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens einsetzen. Wer noch Vorschläge zur weiteren Verfahrensweise hat, kann diese gerne am 2. Oktober ab 20:00 Uhr in der Vorstandssitzung mit einbringen.

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